Der experimentelle Physiologe Dr. Charles Graham fand heraus, dass Magnetfelder auf zwei weitere Hormone wirken. Die nächtliche Exposition von Frauen gegenüber erhöhten EMZ-Werten im Labor erhöhte ihren Östrogenspiegel, einen bekannten Risikofaktor für Brustkrebs, erheblich. Bei Männern verringerte die EMZ-Exposition den Testosteronspiegel, und dieser Abfall des Hormonspiegels wurde mit Hoden- und Prostatakrebs in Verbindung gebracht.
Dr. Graham weist darauf hin, dass die konstante Größe des Feldes weniger Einfluss hat als die Intermittivität des Feldes und andere Eigenschaften, wie beispielsweise Spannungsspitzen, die als „Stromtransienten“ bezeichnet werden. Diese Spitzen können in kurzer Zeit einen starken Energieschub verursachen. Sie treten jedes Mal auf, wenn Lichter oder andere elektrische Geräte eingeschaltet werden, wenn Motoren oder Kompressoren (z. B. in Kühlschränken und Klimaanlagen) gestartet werden oder wenn Dimmer verwendet werden.
Transienten sind schwer zu vermeiden, da sie durch Spannungsspitzen an anderer Stelle verursacht werden können – im Haus eines Nachbarn oder sogar in Stromleitungen auf der Straße. Dr. Graham glaubt auch, dass EMF tatsächlich besser zur Definition einer endokrinen Störung passen könnte als hormonähnliche Umweltsubstanzen, da Magnetfelder ihre Auswirkungen offenbar dadurch hervorrufen, dass sie auf und durch Hormone wirken und nicht als Hormone wirken.
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